Aleuria aurantia

Veröffentlicht am Montag, 3. November 2008, von infinity auf Alphane Moon

Bei einem Waldspaziergang in der Nähe des Waldfriedhofs in Traunstein ist mir der Orangerote Becherling (Aleuria aurantia) aus der Pilzfamilie der Pyronemataceae begegnet. Die kräftig orangefarbenen Pilze wuchsen zum Teil sogar auf dem Weg, da musste man schon Tomaten auf den Augen haben, um sie zu übersehen.

Aleuria aurantia (Pyronemetaceae); Orangeroter Becherling.

Taxonomie

Aleuria aurantia (Pyronemetaceae); Orangeroter Becherling.

Aussehen

Die Fruchtkörper des Orangeroten Becherlings sind zwischen 0,5 und 10 Zentimeter breit, schüssel- oder becherförmig oder unregelmäßig wellig-gelappt. Die Innenseite ist leuchtend gelborange gefärbt, die Außenseite etwas blasser, weißlicher und samtig anmutend.

Die Fruchtkörper, die ich gesehen habe, waren alle stiellos. Exemplare mit Stiel soll es aber ebenfalls geben. Die Pilze wachsen gesellig in Gruppen.

Fundort

Die orangeroten Becherlinge habe ich am 18. Oktober 2008 in einem Waldstück am Waldfriedhof von Traunstein gefunden. Die Fruchtkörper wuchsen am Wegesrand auf der nackten, feuchten Erde, zum Teil auch wirklich auf dem Weg, oder auf leicht mit Moos bewachsenem Boden zwischen herabgefallenem Pflanzenmaterial und Zweigen.

The Great Orange Elf-Cup

Ein Blick in ein kleines englischsprachiges Pilzbuch verrät mir, dass Aleuria aurantia in England auch unter dem Namen Great Orange Elf-cup bekannt ist. Das gefällt mir ja unheimlich gut: Der Große Orange Elfen-Becher. Fabelhaft!

Der alternative englische Namen des Becherlings, Orange Peel Fungus, bietet keine mythologischen oder magischen Assoziationen. Über die Ähnlichkeit zu Orangen- oder Apfelsinenschalen kann man geteilter Meinung sein.

Ressourcen und Links

Kommentare

Visit Mr. Mittens.

#1 MrMittens hat geschrieben:

Am 4. November 2008 um 22:43

Diese Pilze (Ascomyceten) wachsen u.a. auf faulendem Holz.

Das letzte Mal wo ich diesen Pilz sah, wuchs er in Gruppen auf einem Teppichboden in einem Keller mit erheblichen Wasserschaden. Der Teppichboden war auf Sperrholz gelegt, das feucht wurde. Das Haus haben wir dann nicht mehr gekauft, da wir anstatt des Teppichs auch noch den Boden wegreissen müssten.

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