Veröffentlicht am Mittwoch, 12. November 2008, von infinity auf Alphane Moon
Im Herbst gibt es im Stadtwald von Traunstein einiges zu entdecken. Zwischen herabgefallenen Blättern wachsen sie, die Pilze, die hier in Bayern Schwammerl heißen. Mit Kamera und Stativ habe ich mich bei kühler und feuchter Witterung in das Unterholz gewagt und ein paar Aufnahmen gemacht. Die Lichtverhältnisse waren leider nicht besonders gut, denn im Stadtwald war es ziemlich schattig und die Sonne wollte mich nicht so richtig unterstützen.

Es roch stark modrig. Überall war der Boden quietschnass und dicht mit Laub bedeckt, das sich in verschiedenen Stadien des Verfalls und der Auflösung befand.

Aus dem dichten Moos an diesem Baum wachsen viele kleine Helmlinge. Es ist der Dehnbare Helmling Mycena epipterygia aus der Pilzfamilie Tricholomataceae, der einen gelben Stiel besitzt. Im Englischen hat er den Namen Yellow-stemmed Bonnet-cap.




Wie wagemutige Bergsteiger klammern sich diese weißen Pilze an der mossbewachsenen Steilwand eines alten Baumstumpfes fest — ein halsbrecherisches Manöver.



Dass es vielleicht keine so besonders gute Idee war den Weg zu verlassen und durch das vermodernde Unterholz zu kriechen, wurde mir klar, als ich mehrere orangefarbene Zecken auf meiner Jacke entdeckte. Da hatte der Spaß ein Ende, denn Zecken kann ich nicht leiden.
Die Pilzfotos habe ich am Samstag, 18. Oktober 2008, im Stadtwald Traunstein aufgenommen. Inzwischen war ich ein weiteres Mal dort und habe den fortschreitenden Verfall beobachtet. Fortsetzung folgt …
#1 MrMittens hat geschrieben:
Am 13. November 2008 um 01:34
Die polydactyle Katze (an einer leckeren Maus kauend) schreibt an die grüne Fee:
Diese ekligen Zecken, die wollen mein kostbares Blut! Seit ich meinen Büchsenöffner telepathisch einen Befehl gab, ein Zeckenhalsband für mich zu kaufen, hab ich meine Ruhe. Ich weiss zwar nicht, ob es Halsbänder in der Feen-Hals-Größe gibt, aber du kannst ja mal deinen Meister verhexen (ja den, der mit einer Kamera und mit einem Stativ im Wald rumrennt), daß er mal in der Stadt im Zoofachhandel nachfragt.
Gute Besserung,
Mr. Mittens
#2 Alphane Moon hat geschrieben:
Am 13. November 2008 um 20:51
Gute Besserung? Die Zecken haben mich ja gar nicht erwischt, weil ich sie vorher entdeckt habe. Borreliose muss echt nicht sein.
Erzähl mir lieber etwas über die Biolumineszenz von Mycena-Arten.
#3 MrMittens hat geschrieben:
Am 14. November 2008 um 03:34
Die großpfotige Katze (gustiert gerade an einem Streifenhörnchen mit Ketchup) schreibt an die grüne Fee:
Meinen Büchsenöffner hat es damals mit Lyme-Borreliose erwischt, als er die exzellenten „manisch-depressiven“ Horn-of-Plenty/Trumpet-of-Death Pilze (Craterellus cornucopioides) im Sumpf in Westport erntete. Je kleiner die Zecke, desto gemeiner!
Über die Biolumineszenz von Mycena-Arten und Spekulationen über die Gründe dafür:
Foxfire: Bioluminescence in the Forest
Ein Brasilianisches Labor:
Academic and Applied Research on Fungi Bioluminescence
Grüße aus dem Rattenloch,
Mr. Mittens
#4 MrMittens hat geschrieben:
Am 14. November 2008 um 12:26
Die Katze schreibt:
Ach ja, mein Büchsenöffner ist am 17.12 bis zum 12.1 in München. Gut, dann kann ich mich um die Mäuseplage kümmern.
David
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