Veröffentlicht am Sonntag, 23. November 2008, von infinity auf Alphane Moon
Der Winter kommt. In München hat es am Freitag geschneit und die Schwammerlzeit ist damit ziemlich vorbei. Es gibt zwar auch einige Pilze, die im Winter wachsen, ab einer gewissen Außentemperatur macht aber das Fotografieren nahe am Boden deutlich weniger Spaß. Dann doch lieber bei einer dampfenden Tasse Erdbeertee die Pilzbilder der letzten Wochen anschauen. In diesem Herbst habe ich sehr viele Pilze gesehen und fotografiert.

Die Pilzfotos auf dieser Seite habe ich am 2. November 2008 in Waging am See aufgenommen. Die Sonne hat sich dabei leider nur am Anfang blicken lassen und für eine herrliches Licht zwischen Moosen und Pilzen gesorgt. Die meiste Zeit musste ich also ohne auskommen.

Zu entdecken gab es genug, zum Beispiel diesen braunen Pilz. Bemerke auch die unscharf zu erkennende Fliege, die es sich unter dem Hut gemütlich gemacht hat. Sehr vernünftig!

Näher bestimmt habe ich die Pilze nicht. Ich habe mich einfach darüber gefreut, daß sie da waren, und sie stehen gelassen. Das Exemplar mit dem leicht flauschig anmutenden Hut wird sich vielleicht ebenfalls darüber gefreut haben. Im Hintergrund ist verschwommen gleich noch einer zu erahnen. Beim nächsten Mal werde ich aber schon ein paar Pilze zur Bestimmung mitnehmen. Oh Mann, ich freue mich schon so sehr auf den nächsten Herbst: Pilze - Yeah!

Zum Größenvergleich habe ich dieser Gruppe von zwei weißen Pilzen eine 1-Cent-Münze beigesellt, die Münze hat einen Durchmesser von etwas mehr als 1,6 cm.

Und gleich nochmal: die fotogene Münze zusammen mit gelb-orangen Minipilzen.

Hier ist noch eine Detailaufnahme des gelben Winzlings, der auf dem vorherigen Bild unscharf vor der 1-Cent-Münze zu sehen ist und sich in ihr spiegelte.

Das letzte Fundstück ist ebenfalls noch sehr klein, aber dafür von ausnehmend schöner hell-violetter Farbe. Was aus ihm geworden ist, werde ich nicht mehr erfahren …
#1 MrMittens hat geschrieben:
Am 23. November 2008 um 22:50
Die orangene Katze (trinkt gerade einen Mäuseschwanz-Tee) schreibt an die grüne Fee:
Bitte vergiss nicht, falls du jemals einen kleinen Pilz pflückst, die winzigen Bewohner des Mooses (die gerade erstaunt sind über den kupfernen Sonnenaufgang in ihrem Wald) verlieren einen Teil ihrer Heimat. Auch wenn Sporenlawinen, Regentropfen-Tsunamies und riesige Fliegendrachen ihr Leben versauern, den Verlust der Pilzgebirge müssen die erst mal verkraften!
Grüße aus dem Mäuseloch,
Mr. Mittens
#2 Alphane Moon hat geschrieben:
Am 23. November 2008 um 23:25
Oh, die armen Moosbewohner. Dann ist es ja gut, dass ich keine Pilze gepflückt habe. Ich weiß ja, wie sich das anfühlt, wenn plötzlich keine Berge mehr zu sehen sind. Alles ist mit einem Mal ganz flach. Schrecklich!
Ich hatte eher an größere Pilze zum Bestimmen gedacht, um ein paar neue Arten zu lernen. Bei sehr kleinen Pilzen ist das so schwierig. Ich werde dafür auch gerne bei der Sporenverbreitung behilflich sein :)
Am Friedensengel habe ich übrigens in diesem Herbst schon wieder den Coprinus atramentarius gefunden. Du erinnerst dich? Das war derjenige, den man nicht bei einem Gläschen Wein genießen sollte, … außer man möchte ausloten, wie unangenehm psychische Zustände werden können.
Viele Grüße,
die grüne Fee
#3 MrMittens hat geschrieben:
Am 24. November 2008 um 22:21
Die orangene Katze (schlabbert gerade an einem Eichhörnchen-Eis) schreibt an die grüne Fee:
Ja da hast du Recht mit diesem Coprinus atramentarius! Ich habe ihn, nachdem ich mit meinen Nachbarschaftskatzen Streife gegangen bin, ausversehen probiert. Es ist normalerweise einfacher mit zwei Tassen Glühwein (mit Mäuse-Geschmack) auf Streife zu gehen, aber diesmal nicht. Mein Büchsenöffner dachte, nachdem ich das Haus vollgekotzt habe, dass ich mich an einer bösen Ratte verschluckt habe.
Grüße aus dem Mäuseloch,
Mr. Mittens
#4 Alphane Moon hat geschrieben:
Am 24. November 2008 um 23:41
??? - An diese Episode kann ich mich nicht erinnern, wahrscheinlich war ich auch nicht dabei. Oder die Gedächtnislücken sind so groß …
Ich dachte eher daran, wie wir den Coprinus atramentarius damals zusammen gefunden haben. Der wächst offenbar jedes Jahr an der gleichen Stelle.
Viele Grüße,
die grüne Fee
#5 MrMittens hat geschrieben:
Am 25. November 2008 um 00:17
Die orangene Katze (kratzt gerade den dummen roten Hund an der Nase) schreibt an die grüne Fee:
Aber natürlich, mein Büchsenöffner hat mit dir diese Pilze gefunden. Aber diese Coprini wachsen auch in Nordamerika. Mein Büchsenöffner scheint es nicht für notwendig gehalten zu haben mich vor diesen Pilzen zu warnen, obwohl er sie experimentell untersucht hat. Ich esse ja die ganz kleinen Pilze nicht, wegen der kleinen Moosbewohner (machen einfach nicht satt). Aber jetzt muss ich wieder in die Küche, ich glaube ich höre eine Maus … und morgen muss ich Truthahn jagen gehen, am Donnerstag ist Thanksgiving.
Grüße aus dem Land des Truthahns,
Mr. Mittens
#6 Alphane Moon hat geschrieben:
Am 26. November 2008 um 15:09
Ja, genau. Laß mir die kleinen Moosbewohner in Frieden! Geh lieber die blöden Idioten verspeisen, die den Regenwald abgeholzt haben. In gewisser Weise bin ich selber auch ein Moosbewohner, weil ich mich in letzter Zeit dort häufig und gerne aufgehalten habe. Für eine grüne Fee ist das auch angemessen.
Viele Grüße,
die grüne Fee
#7 Moosbewohner hat geschrieben:
Am 26. November 2008 um 18:55
Das ist sehr nett, daß ihr so an uns denkt. Wo wir doch keine Lobby haben und immer übersehen werden. Wir bedanken uns sehr für die große Freundlichkeit und Solidarität, vor allem da nun die kalte Jahreszeit beginnt.
Mit freundlichen Grüßen,
die kleinen Bewohner des Mooses
P.S. Wir möchten auch bitte nicht von der Katze gefressen werden.
#8 MrMittens hat geschrieben:
Am 27. November 2008 um 01:07
Die orangene Katze (beißt gerade dem traditionellen Truthahn „Mickey“ den Kopf ab) schreibt an die Moosbewohner:
Ach ihr Armen!
Ihr wollt nicht von mir gefressen werden? Gern geschehen. Als ich mich letztes Jahr mal im Wald verirrt habe, musste ich mich tatsächlich von Tauwasser und euch ernähren. 567789 (oder waren es doch 567788?) von euch in meinem kurzen Raubtiermagen sind ja nicht mal ein ordentliches Frühstück! Danach fand ich, verständlicherweise hochmotiviert, meinen Weg nach Hause. Lieber Büchsenfraß statt Moosbewohner! Und lieber ein Holzfäller-Steak statt Moosbewohner (auch wenn daran das blutige Holzfäller-Hemd ein wenig komisch schmeckt!)
Feiertagsgrüße von der „Hemingway-Katze“,
Mr. Mittens
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