Veröffentlicht am Mittwoch, 23. September 2009, von infinity auf Alphane Moon
Woohoo! Ich war auf der Hohen Torscharte. Auf einer Höhe von 2.293 Metern über dem Meerespiegel habe ich mir den warmen Wind um die Nase wehen lassen. Das ist jetzt schon ungefähr einen Monat her, aber meine Erinnerungen an den fünfstündigen Aufstieg, der angeblich nur drei Stunden dauert, sind noch frisch und eigentlich war das unvergeßlich.

Die Torscharte ist die Verbindung zwischen dem Steinernen Meer und dem Bergmassiv des Hochkönigs, die beide Teil der Berchtesgadener Alpen sind. Rechts im Bild ist der Hochseiler, ein 2.793 Meter hoher Gipfel, der zum Hochkönigmassiv gehört. Genau genommen gibt es zwei Torscharten, eine Hohe und eine Niedere. Ich war am 20. August auf beiden.

Von Hinterthal aus verläuft eine Stromleitung über die Niedere Torscharte. Die Strommasten sieht man fast die ganze Zeit während des Aufstiegs, man läuft auch mehrfach unter den Leitungen durch. Im Bild links neben der Stromleitung kommt noch ein großer Felsen und daneben die Hohe Torscharte. Ganz links sieht man den Marterlkopf.

Hier ist noch einmal der Marterlkopf, da war es dann schon etwas heller. Wenn man früh genug aufbricht, geht man einen großen Teil der Strecke im Schatten, was sehr angenehm ist. Ab dem Geröllfeld, das sich bis nach oben erstreckt, war es dann sehr sonnig.

Der Schmetterling und ich schauen auf der Karte nach, wo es weitergeht.

Die Verpflegung bestand aus mehreren Litern Himbeer-Getränk, Äpfeln und Schokolade. Wenn ich auf einem Berg Schokolade esse, von der ich genau weiß, daß sie supersüß ist, schmeckt sie immer nach nichts. Seltsam. Und Himbeeren machen mich glücklich, auch ohne Berg :D

Wenn man nach dem steilen Aufstieg die Niedere Torscharte erreicht, hat das schon etwas dramatisches. Plötzlich kann man in das Tal auf der anderen Seite blicken.

Der ausgeblichene Wegweiser auf der Niederen Torscharte sagt einem, wo es langgeht. Links geht es zum Brandhorn und rechts zum Hochkönig.

Ich hab’s tatsächlich geschafft. Zum Schutz vor der Sonne hatte ich mir ein schickes weißes Käppi ausgeliehen. Damit sehe ich aus wie der letzte Hölmö. Ne, davon gibt es kein Foto :-)

Und noch ein Bild von mir, im Hintergrund sieht man das Hagengebirge und das Tennengebirge. Der warme Wind dort oben hat mich ganz schön durchgepustet.

Auf der Hohen Torscharte gibt es diesen tollen Wegweiser. Ist der nicht super?

Danach kam der Abstieg, dabei konnte ich die fabelhafte Aussicht genießen.

Das ist ein gelb-oranger Saftling (Hygrocybe). Ich finde überall Pilze.

Noch ein Blick in die Landschaft, das war wirklich ein fantastisches Wetter.

Das allerletzte Stück auf der sonnendurchglühten Forststraße, wo gerade im Minutentakt mit Kies beladene Lastwagen vorbeifuhren und dabei fette Staubwolken aufwirbelten *hust*, fand ich dann nur noch ätzend und anstrengend. Nach der Tour habe ich mir den Staub aus den Ohren geklopft und für den Rest des Tages die heißen Füße hochgelegt. Finito.
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