Wanderung zur Lechneralm

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. September 2009, von infinity auf Alphane Moon

Nachdem ich am Tag zuvor beim Alm-Hopping drei Hütten besucht hatte, folgte am 19. August eine Wanderung zur Lechneralm. Von Hinterthal ging es durch den Wasserfallgraben über den Massingsattel zur Alm. Danach bin ich durch einen Pfad im Wald nach Maria Alm abgestiegen. Dabei bin ich der geheimnisvollen Einbeere und Schmetterlingen begegnet.

Hübscher Wegweiser zur Lechneralm.

Die Lechneralm ist genauso bunt und süß, wie der hübsche Wegweiser vermuten läßt :-)

Wasserfallgraben

Der erste Teil der Wanderung führt durch den Wasserfallgraben. Na, warum heißt der wohl Wasserfallgraben? Weil dort ein Bach mit vielen Kaskaden durchfließt. Es plätschert und blubbert und fließt und das Rauschen begleitet einen auf dem Weg.

Wasserfallgraben.

Wasserfallgraben.

Das Selbhorn.

Während der Wanderung durch den Wasserfallgraben hat man ständig das Selbhorn vor der Nase. Das Selbhorn ist mit einer Höhe von 2.655 Metern tatsächlich der höchste Gipfel des Steinernen Meeres. Links im Bild, vor dem steinernen Selbhorn ist der Braggstein, von dem aus man über einen schmalen Grat zum Selbhorn gelangen kann. Auf dem Braggstein bin ich inzwischen auch gewesen. Es war sehr nebelig, echte Waschküche.

Ein kleines Haus aus Holz.

Auf dem Weg zum Massingsattel (1.344 m) kommt man an einer Holzhütte vorbei.

Der steile Weg zum Massingsattel.

Ich bin mir nicht sicher, ob man es im Bild erkennen kann, aber dieses Stückchen Weg zum Massingsattel hat es in sich, es ist teilweise wirklich sehr steil. Auch danach folgen mehr oder weniger verschlungene, abenteurliche Pfade. Es geht rauf und runter.

Ein Schwammerl.

Und natürlich habe ich dort oben Pilze gefunden. Ich finde inzwischen fast überall Pilze. Das schleierige Etwas hinter dem Schwammerl ist das Netz einer Spinne, das Foto ist aber leider nichts geworden. Die Spinne war auch gar nicht zu Hause.

Ein Schwammerl mit Tupfen.

Und noch ein schöner Pilz, der da im Sonnenlicht steht. Es könnte ein Pantherpilz oder der Gedrungene Wulstling sein. Jedenfalls ist er ein ein Verwandter des Fliegenpilzes.

Die Lechneralm

Wenn man den Massingsattel und den Weg danach geschafft hat, kann man eine schöne Aussicht genießen. Das Wetter war an diesem Tag wirklich fantastisch.

Die Lechneralm.

Rechts unten im Bild kann man schon die Lechneralm sehen.

Das Holzschildchen der Lechneralm.

Das Holzschildchen verrät die Höhe: 1.320 Meter über dem Meeresspiegel.

Fuchsia.

Auf der Alm ist alles bunt, weil es da so viele Blumen gibt, vor allem Fuchsia. Irgendwo habe ich gelesen, daß man dort mehr als 200 Fuchsienarten sehen kann.

Das bin ich auf der Lechneralm.

Das bin ich auf der Lechneralm, dynamisch :-)

Die Lechneralm.

Von allen Hütten, die ich bisher besucht habe, gefällt mir die Lechneralm am besten. Das liegt auch an der netten Bewirtung. Da möchte ich gerne wieder hin. Dort gibt es guten Kaffee :D

Abstieg nach Maria Alm

Für den Abstieg nach Maria Alm gibt es zwei Möglichkeiten: die Forststraße oder den steilen Pfad durch den Wald. Ich bin durch den Wald gegangen, es ist sicher der interessantere Weg.

Unheimlich steiler Weg durch den Wald.

Schwindelfrei und trittsicher sollte man hier schon sein. Es geht steil abwärts.

York im Wald.

Hier ist noch ein Foto von mir: York im Wald.

Schmetterlinge auf Wasserdost.

Dieser Schmetterling ist ein Kaisermantel (Argynnis paphia). Im Hintergrund ist verschwommen noch einer zu sehen. Die Pflanze ist der Gewöhnliche Wasserdost oder Kunigundenkraut (Eupatorium cannabinum), eine Pflanzenart aus der Familie Asteraceae (Korbblütler).

Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia)

Das ist die Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia), auch Wolfsbeere genannt. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juni, die Früchte kann man von Juli bis September sehen und nicht essen.

Paris quadrifolia, Vierblättrige Einbeere.

Die ganze Pflanze, insbesondere die blauschwarzen Beeren, gelten als giftig. Bei den toxischen Pflanzeninhaltsstoffen handelt es sich um Saponine.

Vierblättrige Einbeere, Paris quadrifolia.

Sie heißt zwar Einbeere und es ist auch tatsächlich nur eine große Beere vorhanden, diese hat aber in ihrem Inneren vier Kammern, in denen sich die Samen aufhalten. Die Beeren sind etwa kirschgroß. Die Beeren sollen auch sehr schlecht schmecken, so daß wohl niemand freiwillig besonders viel davon essen möchte. Blaubeeren sehen ganz anders aus und schmecken gut.

Bergab durch den Wald.

Und noch ein Stückchen bergab durch den Wald. Danach kommt man auf den Weg nach Maria Alm, wobei man an einigen Stellen eine gute Sicht auf das Steinerne Meer hat.

Die Schönfeldspitze, der zweithöchste Gipfel des Steinernen Meeres.

Hier sieht man die Schönfeldspitze. Mit einer Höhe 2.653 Metern ist sie der zweithöchste Gipfel des Steinernen Meeres, und ein sehr dekorativer noch dazu.

Insgesamt war das ein ganz toller Ausflug bei schönem Wetter mit Bergen, Schmetterlingen, Pilzen, Beeren und Kaffee. Da war nun wirklich alles dabei :-)

Noch ein paar nette Links

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