Große Pilze in Hinterthal

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. September 2009, von infinity auf Alphane Moon

Am 17. August habe ich einen Ausflug in einen Wald in der Nähe von Hinterthal gemacht. Dort habe ich Pilze gesehen und fotografiert. Mit dabei waren Fliegenpilze, große Parasolpilze und Steinpilze, und hübsche lilafarbene Pilze, die Amethystblauen Lacktrichterlinge.

Der Hochseiler, ein Gipfel des Hochkönig-Massivs.

Ein Teil des Hochkönig-Bergmassivs. Der Gipfel links im Bild ist der Hochseiler (2.793 m).

Parasolpilze (Macrolepiota procera).

Gleich im ersten Waldstück standen zwei große Riesenschirmlinge (Macrolepiota procera). Sie waren schon vom Weg aus gut zu sehen. Der Schirm ist noch nicht aufgespannt, sie gefallen mir trotzdem ausgesprochen gut. Diese Pilze riechen auch sehr angenehm.

Parasolpilz (Macrolepiota procera).

Hier ist noch ein ganz großes Bild des Riesenschirmlings, auch als Parasolpilz bekannt.

Tagpfauenauge (Inachis io)

Auf dem Weg zum nächsten Waldstück habe ich Schmetterlinge gesehen. Beim Fotografieren fliegen sie mir meistens davon, aber dieser eine ließ mich ein paar Fotos machen. Es ist ein Tagpfauenauge (Inachis io). Seine Hauptflugzeit beginnt im Juni.

Inachis io, Tagpfauenauge.

Das Tagpfauenauge ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie Nymphalidae (Edelfalter). Es ist keine seltene Schmetterlings-Art und ziemlich einfach zu erkennen. Man kann es bis in einer Höhe von 2.500 Metern antreffen. Ich befand mich hier auf etwa 1.200 Metern Höhe.

Tagpfauenauge Inachis io.

Die bunten Augen auf den Flügeln des Schmetterlings sollen den Freßfeinden ein gefährliches größeres Tier vorgaukeln und Angst und Schrecken verbreiten. Ich habe mich nicht gefürchtet.

Tagpfauenauge Inachis io vor dem Hochseiler.

Und noch ein Bild des Tagpfauenauges vor der Bergkulisse des Hochkönig-Massivs.

Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Ich hatte mir das Ziel gesetzt, einen Fliegenpilz zu finden. Das ist meiner Meinung nach einfach einer der schönsten Pilze des Waldes. Auch die anderen Vertreter der Amanitaceae finde ich sehr hübsch. Daß einige von ihnen extrem giftig sind, stört mich wenig.

Ein alter Fliegenpilz

Das ist ein echt alter Fliegenpilz, der seine beste Zeit schon hinter sich hat.

Ein schöner Fliegenpilz, Amanita muscaria.

So einen Fliegenpilz wollte ich finden. Der Hut ist saftig rot mit weißen Tupfen. Sehr schön!

Verschiedene Pilze

Ein kleiner Pilz, dem es zu trocken war.

Ein Täubling.

Ein kleiner Pilz mit dunkelviolettem Hut, ein Täubling?

Ein Gruppe Pilze.

Ein alter riesiger Steinpilz.

Kleine Pilze wachsen aus dem vermodernden Holz.

Ein wunderschöner Steinpilz

Ein wunderschöner Steinpilz.

Das ist wirklich ein wunderschöner Steinpilz (Boletus edulis), so ein schönes Exemplar habe ich vorher noch nie gesehen. Er hatte keinerlei erkennbare Fraßspuren am Hut. Perfekt!

Steinpilz Boletus edulis.

Steinpilz Boletus edulis

Amethystblauer Lacktrichterling (Laccaria amethystea)

Der Amethystblaue oder Violette Lacktrichterling (Laccaria amethystea) ist ein Pilz aus der Familie Hydnangiaceae (Heidetrüffelartige). Er ist ganz violettblau gefärbt. Sogar das Myzel ist violett. Durch seine violette Färbung ist er von anderen Lacktrichterlingen zu unterscheiden.

Violette Pilze: Amethethystblaue Lacktrichterlinge.

Drei kleine Amethethystblaue Lacktrichterlinge versammeln sich um ein Kleeblatt.

Laccaria amethystea, Amethystblauer Lacktrichterling

Der Violette Lacktrichterling ist hygrophan. Durchfeuchtet hat er eine tief purpur-lilane Farbe. Wenn es trockener ist, wie auf dem Bild, ist er hellila bis weißlich ausblassend.

Riesenschirmling (Macrolepiota procera)

Auf dem Rückweg kam ich wieder an den riesigen Parasolpilzen vorbei, die immer noch da herumstanden. Keiner hatte sie eingesammelt. Sie sollen sehr gut schmecken.

Riesenschirmling Macrolepiota.

Hut des Riesenschirmlings.

Der Hut des Parasolpilzes. Ich hätte ihn so gerne noch mit vollständig geöffnetem Schirm gesehen und fotografiert, aber dazu kam es nicht. Der geöffnete Schirm dieser Pilze kann einen Durchmesser von über 30 Zentimeter haben, der Name Riesenschirmling ist verdient.

Macrolepiota procera.

Alle Fotos habe ich am 17. August 2009 in Hinterthal am Steinernen Meer aufgenommen.

Noch ein paar nette Links

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